Samstag, 10. März 2018

Hach ja. Das Wollefest in Leipzig.

Nunmehr schon zum 11. Mal fand am 03. und 04.03.2018 das Wollefest in Leipzig statt. Auch wenn ich ab und an eine mal kurz, mal länger andauernde Strickflaute habe, lasse ich es mir nicht nehmen, zu diesem Event nach Leipzig zu fahren. Außerdem gibt es hier weit und breit keinen guten Wolleladen mehr. Wolle kaufen geht bei mir über die Sinne. Ich mag es, wenn ich die Garne sehen und anfassen kann. Damit kann das Internet nun mal nicht dienen.
Also bin ich am Sonntag Morgen direkt nach dem Frühstück gestartet. Die Ausstellerliste hatte ich kurz überflogen. Ich hatte den Eindruck, dass sich in diesem Jahr wesentlich mehr Händler angemeldet hatten. Genauso war es dann auch. Einfach ganz große Klasse! Es gibt momentan viele Färbungen in Neonfarben und ganz viel bunt zusammen. Das ist nicht so ganz meine Richtung. Ich bin aber trotzdem fündig geworden und konnte ein paar tolle Schätzchen ergattern.

So bin ich glücklich und zufrieden mit gefüllten Tüten wieder daheim angekommen.

Und dann wurden die Tüten geleert:

Bei der Wollmeise habe ich mir zwei hübsche Lace-Stränge gegönnt:
 

Dann hatte ich mir vorgenommen, gezielt nach Garn für den Comfort Fade Cardigan zu schauen. Nach ein paar Messerunden bin ich dann bei dibadu fündig geworden:
Das von mir ausgesuchte Garn ist zwar dünner als in der Anleitung angegeben, aber ich muss sowieso eine Maschenprobe machen. Außerdem habe ich mir fünf Farben ausgesucht und nicht nur vier. Das hat alles so schön zusammengepaßt.

Da mir  ganzen Fade-Pullis und Jacken sehr gut gefallen, habe ich mir gleich noch eine Kombi in gedeckteren (Lieblings-)Farben beim WOLLkenschaf ausgesucht: 
An handgefärbter Sockenwolle mangelt es mir ja nicht (siehe auch meine Aufräumaktion), aber ein paar Stränge durften dann doch noch mit in die Tasche:

Die Anleitung für den Roxy-Pulli von Nicolor habe ich mir auch gleich noch mitgenommen.
Beim Betrachten meiner Beute stellte die Tochter dann fest, dass ich jedes Mal mindestens einen ganz bunten Strang und irgendwie auch immer ähnliche Rottöne kaufe. Tja. Ich kann eben nicht anders. Und nun wünsche ich mir wärmere Temperaturen, dass ich keine Sandpapierhände mehr habe und bald mal wieder stricken kann.

Dienstag, 27. Februar 2018

Summertime True

Und nun kommt das letzte fertige Teil aus 2016.

Es ist ja nicht so, dass ich nicht genügend Wolle im Vorrat habe. Aber wenn ich bei Albrecht's einkaufen bin und sehe ein Garn, was mir gefällt, dann kann ich nicht Nein sagen. Und so war ich wieder mal um 3 Packungen Wolle reicher. Nach kurzen Überlegungen und ein wenig Starthilfe aus dem Netz wurde dann dieses hübsche Jäckchen draus, schön leicht zum Schnell-mal-Überwerfen an kühlen Sommerabenden. Mir gefällt es sehr gut und ich überlege mal wieder, ob ich zum Wiederholungstäter werden soll und mir auch noch eine Winterversion stricke. Aber ich habe auch noch so viele tolle andere Anleitungen, die gestrickt werden wollen.
 
 
 
True von Joji
für mich, Gr. S, Verbrauch 504 g
Material: Vendita Grapefruit von Aldi, 80 % Baumwolle/20 % Acryl
Farbe: grün

Freitag, 23. Februar 2018

Okapi. loves. Frische. Fische.

Meinen Okapi-Pulli mag ich total gerne. Da ich mehr als reichlich Garn geordert hatte und ich die Idee mit dem Farbverlaufsgarn ausprobieren wollte, entstand ein Okapi mit Frischen Fischen. Ich wollte ein wenig mehr "positiv ease" = zu deutsch ein wenig bequemere Weite und habe einfach eine Nr. größer gestrickt. Paßt. Wackelt. Hat Luft. Einzig den Farbverlauf am 2. Ärmel (der mit dem Blau) finde ich ein wenig fad, aber das hat das Garn so ergeben. Außerdem habe ich am Bund das "Anti-Klapp-Bündchen" getestet, aber bei mir rollt es sich auch nach der Wäsche wieder nach oben, ts...
 
 
 
Okapi von Judy Brien
für mich, Gr. 37, Verbrauch 230 g, Nd. 3,75
Material: DROPS Lace, 70 % Alpaka/30 % Seide
Farben: schwarz und hellgrau
 Schoppel-Wolle Zauberball, 75 % Schurwolle/25 % Polyamid
Farbe: Frische Fische

Mittwoch, 21. Februar 2018

Westbourne

Aus diesem Garn hier
 
sollte eigentlich mein 4. BlueSandCardi entstehen. Nach dem Wickeln stellte ich fest, dass ein Strang wohl aus einem anderen Färbebad kam und man deutlich einen Farbunterschied erkennen konnte. Kurz entschlossen habe ich selber zum Färbetopf gegriffen und das "falsche" Knäuel umgefärbt.
Zum 4. Mal nacheinander denselben Cardi zu stricken hatte ich so keine richtige Muse, dafür aber stand die Anleitung für den Westbourne schon länger auf meine To-Do-Liste. Und so habe ich diesen Pulli angeschlagen. Die Strickerei ging recht flott von der Hand, immer glatt rechts in Runden - sehr schön mindless. :O)
 
 
Westbourne von Isabell Kraemer
für mich, Gr. S, Verbrauch 329 g, Nd. 3,25 und 2,75
Material: HPKY Superwash Merino FG in burgundy pastell
vom Leipziger Strickcafé

Die meisten Strickerinnen auf Ravelry berichten ja, dass reine Merino nach der Wäsche meist noch in die Länge wächst. Darauf hatte ich auch ein wenig gehofft, die Ärmel hätten ruhig noch 3 - 5 cm vertragen. Aber bei mir war da nichts mit wachsen. Naja, bleibt er, wie er ist, auf ribbeln und noch was anstricken hab ich nämlich auch keine Lust.

Sonntag, 18. Februar 2018

Rhilea in Grün

Ab heute zeige ich Euch ein paar größere Strickteile, die bereits im Winter/Frühling 2016 fertig wurden, von denen ich aber bisher keine Fotos hatte. Nun hatte ich neulich eine kleine Fotosession mit mir selbst   :O)   und kann endlich die Projekte zeigen.

Ich habe im Sommer 2016 eine Entzündung im Schulterbereich bekommen, die es mir unmöglich gemacht hat, die Stricknadeln länger in der Hand zu halten. Es war äußerst schmerzhaft. Nachdem ich von meiner Ärztin eine Überweisung für die Physio bekommen hatte, musste durfte ich damals einen Monat auf einen Termin dort warten. Die Sitzungen taten gut, aber die endgültige Heilung hat dann noch einmal ein paar Wochen gedauert. Insgesamt hat sich die ganze Sache fast ein dreiviertel Jahr hingezogen, bis es mir wieder gut ging. In 2017 habe ich dann null Bock gehabt, irgendwas zu stricken, da lag mein Augenmerk mehr auf der Bastelei.

*****

So, nun aber zu diesem Jäckchen. Grün???!!! Das war das Erste, was das große Pubertier zu diesem Strickprojekt sagte und hob die Augenbrauen. Ich hatte zunächst auch meine Zweifel, ist ja nun doch eine für mich eher ungewöhnliche Farbe, habe aber trotzdem losgelegt. Die Jacke hat mir vom ersten Moment an gefallen, obwohl ich ja eigentlich Fledermausärmel nicht ganz so gerne mag. Aber hier ist das anders. Die Strickerei ging flott von der Nadel, das Ergebnis gefällt mir. Die Farbe frischt meinen inzwischen recht trist fröhlich schwarz-grau gefärbten Kleiderschrank ein wenig auf. :O)
 
 
 
 
 
 
Rhilea von Suvi Simola
für mich, Gr. S2, Verbrauch 361 g
Material: Junghans Wolle Cotton-Soft, 50 % Baumwolle/50 % Polyacryl
  Farbe: apfelgrün

Samstag, 17. Februar 2018

5/2018 - Die wilde Hyazinthe

Die nächsten Socken sind fertig. Während des Strickens hatte mir die Färbung nicht so zugesagt, aber jetzt, nachdem sie fertig sind und angezogen gefallen sie mir doch recht gut.
 
 
 
Gr. 36, 60 M, 62 g
Material: handgefärbte Sockenwolle Die wilde Hyazinthe von Atelier Zauberelfe
75 % SW/25 % PA

Dienstag, 13. Februar 2018

4/2018 - Luftschloß

Die Bastelei ruht, mein Kopf ist leer, ich habe null Ideen.

Dafür darf meine Strickmaschine mit mir Zeit verbringen. Und meine Sockenschublade freut sich, siehe auch meinen Post zu den letzten Socken.   :O)
Die Socken sind aus meinem ersten und bisher einzigen Tausendschön-Strang entstanden, den ich - wie bei den vorhergehenden Socken - auch bereits vor längerer Zeit von der lieben Anke geschenkt bekommen habe, ist also schon ein Weilchen her. Aber dafür sind sie echt toll geworden. Die Ringel sind genau mein Ding. ♥♥♥
 
Gr. 36, 60 M, 65 g
Material: handgefärbte Sockenwolle Luftschloß von Tausendschön
75 % SW/25 % PA

Montag, 12. Februar 2018

3/2018

Weiter geht es mit der Sockenproduktion. Da ja Fragen auftauchten - winke zu Conny :O) - erst einmal:

JA! Ich BRAUCHE dringend neue Socken!!!

Mein Bestand ist von einstmals ca. 90 bis 100 Paaren auf um die 20 geschrumpft. Die meisten meiner vorhandenen Socken stammten aus Zeiten, da hatte ich noch keine Kinder oder man musste sich über die Telefonleitung ins Internet einwählen, so dass man gar nicht in Versuchung kam, stundenlang in den Weiten des www zu versacken. Damals habe ich viele Socken gestrickt. Dann kam das Internet mit ganz vielen tollen Kaufmöglichkeiten und Ideen. Irgendwann kamen die Kinder und je größer diese wurden, um so weniger Zeit hatte ich für die Strickerei. Außerdem hatte ich dann auch noch die Kartenbastelei für mich entdeckt. Und so kam es eben, dass ich in den letzten Jahren so gut wie gar keine Socken gestrickt habe und wenn, dann meist nicht für mich.

Da ich ab Herbst ausschließlich Stricksocken trage, weil mir die anderen schlicht und einfach zu kalt sind, brauche ich also auch eine entsprechende Anzahl an guten Socken im Vorrat. Bei normaler bis intensiver Nutzung ergibt sich naturgemäß ein gewisser Verschleiß, das ist bei den Kaufsocken  nicht anders. Meine Socken werden meist immer an den Ballen löchrig, das ist so meine persönliche Problemstelle. Ich denke aber, nach teilweise über 10 Jahren Nutzung ist das ok.

Mein allererstes Sockenpaar von der Maschine habe ich heute noch, das ist ca. 1993 entstanden, ich hatte eine dickere Sockenwolle mit viel zu engen Maschen gestrickt. Deshalb existieren diese Socken wohl noch, weil die besonders dicht sind, die werden nicht dünne.   :D

So, nun aber zu den frischen Socken. Ich habe mich für ein Knäuel aus den handgefärbten Vorratskisten entschieden. Das Knäuel hatte ich vor vielen Jahren von Anke zum Geburtstag bekommen und jetzt endlich verstrickt. Gut abgelagert. Bunt und schön sind sie geworden.
 
Gr. 36, 60 M, 61 g
Material: handgefärbte Sockenwolle Nr. 637 von der Schönfärberei
75 % SW/25 % PA

Sonntag, 11. Februar 2018

Ordnung muss sein

Schon lange hat mich die Unordnung in meiner Stempel- und Bastelecke genervt. Ein bissel was hier, ein bissel was da, und wo ist jetzt das schon wieder?

Besonders bei den Stempeln fand ich es schwierig. Zunächst fand ich die Aufbewahrung in den DVD-Hüllen ganz praktisch. Aber mit der Zeit wurde mir das zu unübersichtlich. In welcher Hülle sind jetzt diese Schriftzüge und wo habe ich diesen Stempel einsortiert? Nein, so gefiel mir das überhaupt nicht mehr. Nach langem Überlegen und Stöbern im www habe ich mich dann für die Methode von Gabi = Stempeltruhe entschieden und weißen Karton laminiert, gelocht und gepuzzelt. Ich habe extra die Stempel nicht abgestempelt vor dem Laminieren, damit ich auch einfach umsortieren kann, wenn etwas doch noch nicht so optimal ist.
So sieht es nun aus. Und es gefällt mir gut. Allerdings habe ich noch ein Kistchen voller Stempel, die noch nicht in Ordnern einsortiert sind. Die müssen erst einmal auf EZ-Mount gebracht werden...

Die Stempel sind nun auch nicht mehr unter dem Dach im Heizungsraum untergebracht, sondern in der Wohnstube im Schrank, dort ist es im Sommer nicht so heiß wie unter dem Dach.

Die Clearstamps belasse ich auf den Original-Folien, da ich schon öfter gelesen habe, dass sich die Stempel von den DVD-Hüllen bzw. von den laminierten Blättern manchmal sehr schlecht oder gar nicht mehr ablösen lassen. Ich habe mir Hüllen für Fotos besorgt, die gibt es in verschiedenen Größen. So kann ich alle Clears schön nach Größe und/oder Thema und/oder Stempelfirma sortiert aufbewahren.
 
 
 
 
Meine Stanzschablonen lagerten bisher wild durcheinander gewürfelt in einer Box. Sehr toll, wenn man eine bestimmte Form sucht... Auch hier bin ich wieder bei Gabi fündig geworden - meine Dies befinden sich jetzt fein säuberlich geordnet auf Magnetfolie in einem CD-Koffer und ich finde viel schneller, was ich suche.
Die kleineren bis A5-Papiere sind nun im ehemaligen DVD-Stempel-Regal untergebracht und ebenfalls übersichtlich und griffbereit zur Verfügung.

Zu 100 % bin ich noch nicht fertig mit der Aufräumerei, aber die wichtigen Dinge sind geordnet.

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Nicht nur in der Bastelecke war ein gründliches Aufräumen angesagt. Auch in meinem Wolllager und "Strickzimmer" (da ja dort die Strickmaschine steht) herrschte nur noch Chaos. Über die Jahre haben sich doch ein paar schöne Garne angesammelt. Aber ich habe nichts mehr wiedergefunden. Sämtliche Knäuel und Stränge waren in unterschiedlichen (Schuh-)Kartons und Kisten untergebracht - ich hatte komplett den Überblick verloren. Ganz früher hatte ich mir tatsächlich auch einmal eine kleine Excel-Tabelle über meine Vorräte erstellt. Die paßte aber schon lange hinten und vorne nicht mehr. Auf Ravelry kann man wunderbar seinen Stash mit Fotos und Mengenangaben einpflegen. Also habe ich mir im vorigen Jahr ein paar Tage Wochen Zeit genommen, wirklich alles aus den muffigen Kartons geholt, sortiert, Fotos gemacht und Mengen und Material in einer neuen Excel-Tabelle aufgenommen, genauso auch auf Ravelry eingestellt. Beim schwedischen Möbelhaus und beim Discounter habe ich mir einen guten Vorrat an Boxen in verschiedenen Größen geholt. Nun ist alles wunderbar übersichtlich untergebracht. In jeder Box befindet sich mindestens ein Organzasäckchen gefüllt mit getrockneten Lavelblüten, um den Stash vor Schädlingen zu schützen.
Die neue Ordnung macht es für mich viel einfacher, nach einem bestimmten Garn zu suchen. Ich habe auch endlich wieder einen Überblick, welche Schätze ich gebunkert habe und bin sooo froh, dass ich diese Zeit investiert habe!